Das Wichtigste
- Das Bild einer erkennbaren Person darf nur mit ihrer Einwilligung veröffentlicht werden, ausser bei überwiegendem Interesse; die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar (EDÖB).
- Mit der Schildnummer lassen sich Name und Adresse der Fahrzeughalter online abfragen, ausser die Halterdaten sind gesperrt (Kanton Bern).
- Ein im Video genannter Preis muss der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken sein (SECO).
- Motoro, ein mit Marqo verbundener Marktplatz für Occasionen, hat vom 25.04. bis 21.09.2026 insgesamt 97 Videos veröffentlicht, 96 davon auf Französisch, Deutsch und Italienisch.
Warum Videomarketing zu Garagen und Autohäusern passt
Der Autohandel lebt von zwei Dingen, die ein Foto schlecht vermittelt: vom Fahrzeug selbst und vom Vertrauen. Ein kurzes Video zeigt beides.
- Das Auto in Bewegung. Der Motor beim Start, der Kofferraum, der Platz im Fond: Wenige Sekunden beantworten Fragen, welche die Fotogalerie offenlässt.
- Die Werkstatt. Die Kundschaft will wissen, wer ihr Auto repariert und wie. Ein verschlissenes Teil oder eine Diagnose zu zeigen, macht die Arbeit sichtbar.
- Die Menschen. Ein Auto kauft man bei jemandem. Den Verkaufsberater, den man schon im Video gesehen hat, kennt man bereits, wenn man die Garage betritt.
Instagram und Facebook erreichen die Kundschaft in der Region, über TikTok und YouTube wird die Garage auch ausserhalb ihrer Follower entdeckt, LinkedIn spricht Firmen mit einer Fahrzeugflotte an. Ein und dasselbe Hochformatvideo funktioniert überall.
18 Videoideen für Garagen und Autohändler
Wechseln Sie zwischen fünf Themenfamilien ab. Jede Idee passt in ein Video unter einer Minute, direkt in die Kamera gesprochen, vor einem Auto oder in der Werkstatt.
Fahrzeuge: Neuzugänge und Präsentationen
- Der Neuzugang der Woche: eine frisch eingetroffene Occasion und was sie auszeichnet.
- Drei Details, die im Inserat fehlen: der beladene Kofferraum, die Rücksitze, eine im Menü versteckte Ausstattung.
- Vorher und nachher: das Auto beim Eintausch, dann bereit für den Verkauf.
- «Für wen ist dieses Auto?»: die Familie, der Pendler, die Neulenkerin.
- Zwei Modelle aus dem Bestand nebeneinander: welches zu welchem Einsatz passt.
Werkstatt und Unterhalt
- Pneuwechsel: wann der richtige Termin ist und wie man die Abnützung selbst prüft.
- MFK vorbereiten: was die Werkstatt vor der Vorführung prüft und welche Mängel sie am häufigsten sieht.
- Eine Warnleuchte geht an: bei welchen man anhalten muss, welche bis zum Termin warten können.
- Elektroauto: die Fragen am Empfang zum Laden zu Hause, zur Reichweite im Winter oder zum Unterhalt.
- Eine Reparatur erklärt: das verschlissene Teil neben dem neuen.
- Vor den Ferien: was vor der Abfahrt mit vollgepacktem Auto zu prüfen ist.
Team und hinter den Kulissen
- Porträt einer Mechanikerin oder eines Kundenberaters: Beruf und Spezialgebiet.
- Ein Lernender erzählt von seiner Ausbildung, ein Thema, das auch bei der Personalsuche hilft.
- Ein Gerät der Werkstatt, vom Diagnosegerät bis zur Achsvermessung, und was es sichtbar macht.
Fahrzeugübergaben
- Die Schlüsselübergabe, mit schriftlicher Einwilligung der Kundin oder des Kunden (siehe unten).
- Eine Kundenfrage per E-Mail oder Telefon, die Sie im Video beantworten, ohne die Person zu zeigen.
Autokultur
- Ein Modell, das die Geschichte der Marke geprägt hat, die Sie verkaufen oder reparieren.
- Ein vergessenes Konzeptauto oder eine überraschende Anekdote, erzählt vor einem Auto aus dem Bestand.
Geschichten aus der Autokultur sind das Format von Motoro, einem Schweizer Marktplatz für Occasionsfahrzeuge und mit Marqo verbundenen Unternehmen (keine Garage). Zu den jüngsten Themen gehören der Bertone Genesis, die elektrische Corvette von Motorola und der Lancia Sibilo. Der Einstieg passt in einen Satz: «Im Jahr 1988 präsentierte Bertone einen Van mit dem Motor des Lamborghini Countach.» Zur Fallstudie Motoro
Ein machbarer Rhythmus: drei Videos pro Woche, ein Drehmorgen
Regelmässigkeit zählt mehr als Menge. Drei Videos pro Woche, eines pro Hauptthema, sind für eine Garage eine realistische Basis. Motoro veröffentlicht mehr: von April bis September 2026 im Schnitt über vier Videos pro Woche.
| Tag | Videotyp | Beispiel |
|---|---|---|
| Montag | Fahrzeug | Der Neuzugang der Woche |
| Mittwoch | Werkstatt-Tipp | Die Abnützung der Pneus prüfen |
| Freitag | Team oder Autokultur | Porträt eines Mechanikers |
Drehen Sie alles am Stück: Ein Morgen alle zwei bis drei Wochen ergibt sechs bis neun Videos.
- Am Vortag: Themen wählen, Skripte gegenlesen, Autos waschen und hinstellen, Kontrollschilder der Kundschaft abdecken.
- Vor Werkstattbeginn: Ohne Kompressor und Schlagschrauber bleibt der Ton sauber; sonst hilft ein Ansteckmikrofon.
- Ein Ort pro Serie: zuerst der Showroom, dann die Werkstatt, dann draussen, ohne das Material bei jedem Thema umzustellen.
- Ohne Druck: Ein misslungener Satz wird sofort wiederholt, Pausen fallen im Schnitt weg.
Vor dem Veröffentlichen: gefilmte Personen, Kontrollschilder, Marken und Preise
Vier Punkte, die Sie vor jedem Beitrag prüfen sollten. Im Zweifel fragen Sie Ihren Berufsverband (AGVS) oder eine Rechtsberatung.
- Gefilmte Personen. Sobald eine Person erkennbar ist, gilt ihr Bild als Personendaten: Für die Veröffentlichung braucht es ihre Einwilligung, ausser ein überwiegendes Interesse rechtfertigt sie, und nach einem Widerruf ist die Veröffentlichung nicht mehr erlaubt (EDÖB). Das gilt für die Kundschaft wie für Mitarbeitende; bei Minderjährigen braucht es die Zustimmung der Eltern. Am sichersten ist eine schriftliche Einwilligung, die festhält, wo das Video erscheint.
- Kontrollschilder. Mit der Schildnummer lassen sich Name und Adresse der Fahrzeughalter online abfragen, ausser die Halterdaten sind gesperrt (im Kanton Bern zum Beispiel über eAutoindex). Decken Sie die Schilder der Kundschaft ab und filmen Sie Fahrzeuge aus dem Bestand ohne Schilder.
- Marken. Dass ein gefilmtes Auto sein Logo zeigt, ist normal. Erwecken Sie aber nicht den Eindruck, offizielle Vertretung einer Marke zu sein, wenn Sie es nicht sind, etwa indem Sie deren Logo wie Ihr eigenes verwenden. Als Markenvertretung fragen Sie Ihren Importeur nach seinen Regeln für Social Media.
- Preise. Ein genannter Preis muss der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken sein, inklusive MWST (Preisbekanntgabeverordnung). Das SECO hat dazu eine eigene Broschüre «Preisbekanntgabe für Motorfahrzeuge».
Zweisprachige Garage: Kundschaft auf Deutsch und Französisch
In Biel/Bienne, der offiziell zweisprachigen Stadt, wie in den Kantonen Freiburg und Wallis bedient eine Garage deutsch- und französischsprachige Kundschaft. Drei Lösungen:
- Zweimal drehen, wenn jemand im Team beide Sprachen sicher spricht: natürlich, aber mit doppeltem Drehaufwand.
- In der anderen Sprache untertiteln: einfach, doch die Kundschaft liest, statt zuzuhören.
- Einmal drehen und synchronisieren: Die KI-Synchronisation behält die Stimme der gefilmten Person, Untertitel und Karten werden übersetzt. Bei Marqo geht das mit den Abos Pro und Business; mit Pro kostet es CHF 299 pro Monat plus CHF 209 pro zusätzliche Sprache.
Veröffentlichen Sie jede Sprache auf einem eigenen Konto, wie Motoro, das auf YouTube, Instagram, TikTok und Facebook je ein Konto auf Französisch, Deutsch und Italienisch führt. Lassen Sie die übersetzte Version von einer französischsprachigen Person im Team gegenlesen: Jenseits des Röstigrabens heisst die MFK «expertise» und der Winterpneu «pneu d'hiver». Mehr dazu im Ratgeber zu Videos in drei Landessprachen.
So produzieren Sie: drei Wege und ihre Kosten
| Weg | Richtwert Kosten | Geeignet für | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Videoagentur oder Videograf | Produktvideo: CHF 1’800 bis 3’500; Kampagne mit 5 bis 10 Varianten: CHF 5’000 bis 10’000 und mehr (Snapshot Media, Westschweiz) | Imagefilm, Lancierung, Eröffnung | Hohe Kosten pro Video bei wöchentlichem Rhythmus |
| Selbst machen (Smartphone und Schnitt-App) | Ihre Zeit: Skripte, Dreh, Schnitt, Untertitel, Veröffentlichung | Ein Team mit einer Person, die gerne schneidet | Der Schnitt fällt jede Woche an |
| Software wie Marqo | CHF 149 bis 499 pro Monat, rund CHF 10 pro Video bei ausgeschöpftem Kontingent | Drei oder mehr Videos pro Woche, in einer oder mehreren Sprachen | Sie drehen selbst; keine Avatare; organische Inhalte, keine Verwaltung bezahlter Werbung |
Bei Marqo schreibt die KI die Skripte auf Basis Ihrer Content-Strategie. Sie filmen mit Prompteur Marqo auf dem Tablet, wo der Text im Tempo der Stimme mitläuft, gesteuert über Camera Marqo auf dem Smartphone. Der Schnitt erfolgt automatisch: Pausen entfernt, Musik, animierte Untertitel, von der KI vorgeschlagene Karten. Danach werden die Videos auf Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok und YouTube geplant, nicht auf X. Das Starter-Abo (CHF 149 pro Monat) umfasst 15 Videos in einer Sprache, ohne KI-Voice-over: genug für drei Videos pro Woche.
Motoro hat mit Marqo vom 25.04. bis 21.09.2026 insgesamt 97 Videos veröffentlicht, 96 davon auf Französisch, Deutsch und Italienisch. Zusammen mit den automatisch veröffentlichten Fahrzeug-Karussells ergibt das 3’276 Beiträge und 1’370’383 gemessene Aufrufe von April bis September 2026.
Zum Vergleich: Was ein Firmenvideo kostet, Videoagentur oder Software, oder buchen Sie eine Demo mit Ihren eigenen Themen.
Häufige Fragen
Welche Social-Media-Kanäle eignen sich für eine Garage?
Instagram und Facebook für die Kundschaft in der Region, TikTok und YouTube, um über die eigenen Follower hinaus entdeckt zu werden, LinkedIn für Firmenflotten. Besser zwei Konten, die jede Woche Inhalte bekommen, als fünf verwaiste. Dasselbe Hochformatvideo lässt sich überall veröffentlichen.
Wie viele Videos pro Woche sollte eine Garage veröffentlichen?
Drei Videos pro Woche sind ein realistischer Rhythmus: ein Fahrzeug, ein Werkstatt-Tipp, ein Video über das Team oder die Autokultur. Regelmässigkeit zählt mehr als die Anzahl. Wer an einem Morgen sechs bis neun Videos dreht, deckt zwei bis drei Wochen ab.
Darf man Kundinnen und Kunden bei der Fahrzeugübergabe filmen?
Ja, mit ihrer Einwilligung, eingeholt vor der Veröffentlichung und am besten schriftlich, mit Angabe, wo das Video erscheint. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden; danach darf das Video nicht mehr veröffentlicht werden. Decken Sie zudem das Kontrollschild ab, wenn es sichtbar ist.
Muss man sich vor der Kamera wohlfühlen?
Nein. Ein Teleprompter zeigt den Text, und ein misslungener Satz wird sofort wiederholt. Wählen Sie die Person, die das Thema kennt: den Mechaniker für den Werkstatt-Tipp, die Verkäuferin für die Occasion. Bei Marqo ist die Person im Bild immer echt, es gibt keine Avatare.
Was kostet ein Video für eine Garage?
Eine Agentur in der Westschweiz verrechnet für ein Produktvideo CHF 1’800 bis 3’500 (Snapshot Media, 2025). Mit einer Software wie Marqo zahlen Sie ein Abo von CHF 149 bis 499 pro Monat, also rund CHF 10 pro Video bei ausgeschöpftem Kontingent, plus Ihre Drehzeit.
Muss man für ein Video auf Deutsch und Französisch zweimal drehen?
Nicht unbedingt. Sie können auf Deutsch drehen und eine französische Version mit der Originalstimme synchronisieren lassen; bei Marqo geht das mit den Abos Pro und Business, mit Pro für CHF 209 pro Monat und zusätzliche Sprache. Spricht jemand im Team beide Sprachen, bleibt zweimal drehen eine gute Option.
Jede Woche Videos – ohne Filmteam
Marqo schreibt Ihre Skripte, schneidet Ihre Aufnahmen und veröffentlicht Ihre Videos auf Ihren Kanälen. Ab CHF 149 pro Monat, bis zu 32 Sprachen mit den Abos Pro und Business.
Quellen
- Snapshot Media — «Combien coûte une vidéo d'entreprise en Suisse?» (auf Französisch, 02.11.2025)
- Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) — Umgang mit Fotos (abgerufen am 27.09.2026)
- SECO — FAQ zur Preisbekanntgabe (abgerufen am 27.09.2026)
- Kanton Bern, Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt — Auskunft über Fahrzeughalter/in (abgerufen am 27.09.2026)
- Marqo — Fallstudie Motoro (Veröffentlichungsstatistiken, April–September 2026)