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Social-Media-Videos für KMU: was posten, wie oft, selbst machen oder erstellen lassen?

Für ein KMU funktionieren auf Social Media kurze Videos (30 bis 90 Sekunden) im Hochformat 9:16, mit Untertiteln und mit jemandem aus dem Unternehmen vor der Kamera, der sein Fachwissen teilt. Ein realistischer Rhythmus sind 2 bis 3 Videos pro Woche, gedreht an einem einzigen Termin alle zwei bis vier Wochen. Wer sie erstellen lässt, zahlt bei einer Agentur mit Reels CHF 900 bis 2’000 pro Monat, bei einer Videoproduktion CHF 600 bis 3’000 pro Dreh; mit einem Tool wie Marqo sind es ab CHF 149 pro Monat, wenn Sie selbst filmen.

7 Min. Lesezeit

Das Wichtigste

  • Reels, TikTok und YouTube Shorts werden im Hochformat 9:16 geschaut.
  • YouTube zählt Hochformat- und quadratische Videos bis 3 Minuten als Shorts; Instagram empfiehlt längere Reels nicht mehr neuen Zielgruppen.
  • Auf Facebook werden alle Videos zu Reels, ohne Längenbeschränkung (Meta, Juni 2025).
  • Agentur in der Schweiz, Reels inklusive: CHF 900 bis 2’000 pro Monat (PT-PRO, 2026).
  • Marqo: rund CHF 10 pro Video bei voll genutztem Monatskontingent (CHF 149 für 15 Videos).

Sechs Videoformate, die für KMU funktionieren

Sie müssen keinen Trends hinterherlaufen. Ein gutes KMU-Video beantwortet eine Frage, die sich Ihre Kundschaft stellt, oder zeigt, was sie sonst nie zu sehen bekommt.

FormatPrinzipBeispiele
ExpertentippEin Tipp, in einer Minute erklärtDer Garagist: wann auf Winterpneus wechseln. Die Treuhänderin: welche Belege Sie für die Steuererklärung aufbewahren sollten.
Hinter den KulissenWas passiert, bevor die Kundschaft kommtDie Mise en place am Morgen im Restaurant; ein Auftrag der Schreinerei vom ersten bis zum letzten Tag.
Häufige FrageEine an der Theke gestellte Frage, eine klare Antwort«Wie lange dauert ein Service?»; «Liefern Sie auch nach Hause?»
KundengeschichteEine Kundin oder ein Kunde erzählt vom Bedarf und vom ErgebnisDas Paar, das seine Küche erneuern liess.
Produkt- oder DienstleistungsdemoZeigen statt beschreibenEin Occasionsfahrzeug in 60 Sekunden; drei Arten, die neue Jacke zu tragen.
Das TeamDie Gesichter hinter dem FirmenschildDie Lernende im zweiten Lehrjahr stellt ihren Beruf vor; der Koch das Wochengericht.

Allen gemeinsam: eine einzige Idee pro Video, ein Einstieg, der in den ersten Sekunden packt, und eine einfache Handlungsaufforderung (Termin buchen, im Laden vorbeischauen, eine Frage stellen). Zwanzig Fragen Ihrer Kundschaft reichen bei 2 bis 3 Videos pro Woche bereits für zwei Monate.

Kanal für Kanal: Formate und Einsatz

Dasselbe Hochformat-Video kann auf allen fünf grossen Netzwerken erscheinen. Was sich ändert, ist das Publikum – und damit der Text zum Video.

NetzwerkFormatLängeWofür
Instagram (Reels)Hochformat 9:16Über 3 Minuten nicht mehr neuen Zielgruppen empfohlenLokale Kundschaft: Restaurant, Laden, Garage, Kosmetikstudio
FacebookHochformat 9:16; alle Videos werden zu ReelsKeine Längenbeschränkung angekündigtStammkundschaft und lokale Community, oft mit demselben Reel wie auf Instagram
TikTokHochformat 9:16Mehrere Minuten möglich; kurze Videos bleiben das KerngeschäftMenschen erreichen, die Sie noch nicht kennen, Lernende rekrutieren
YouTube ShortsHochformat oder quadratischBis 3 Minuten; länger oder in 16:9 ist es ein normales VideoÜber die Suche gefunden werden; lange Tutorials in 16:9
LinkedInVom Hoch- bis zum Querformat (1:2,4 bis 2,4:1)Bis 10 Minuten auf einer UnternehmensseiteB2B: Treuhand, Ingenieurbüro, Beratung, Rekrutierung

Untertiteln Sie alles. Ein Teil Ihres Publikums schaut ohne Ton (im Zug, im Büro), und Untertitel machen das Video auch für hörbehinderte Menschen zugänglich. In der Deutschschweiz schreiben Sie sie auf Hochdeutsch, auch wenn Sie Mundart sprechen.

Passen Sie den Beitragstext an jedes Netzwerk an, nicht das Video. Und wenn Ihre Kundschaft auf beiden Seiten des Röstigrabens lebt, kann dasselbe Video auf Deutsch und auf Französisch erscheinen: siehe Ratgeber Videos in drei Landessprachen.

Wie oft posten – und wie Sie auf Vorrat drehen

Regelmässigkeit zählt mehr als Menge: Ein Video pro Woche während eines ganzen Jahres bringt mehr als zehn im Januar und danach nichts mehr.

  • Einstieg: 1 Video pro Woche, auf 1 oder 2 Netzwerken.
  • Normalbetrieb: 2 bis 3 Videos pro Woche – das richtige Mass für die meisten KMU.
  • Hohes Tempo: ein Video pro Werktag, mit einem Dreh jede Woche.

Damit das nicht Ihre ganze Woche frisst, drehen Sie auf Vorrat: Reservieren Sie alle zwei bis vier Wochen einen halben Tag.

  1. Bereiten Sie 8 bis 12 kurze Skripte vor, ein Thema pro Skript.
  2. Richten Sie eine Drehecke ein: Tageslicht von vorne, aufgeräumter Hintergrund, Smartphone auf dem Stativ, Funkmikrofon.
  3. Lesen Sie vom Teleprompter, statt auswendig zu lernen, und filmen Sie in kurzen Aufnahmen.
  4. Wechseln Sie zwischen zwei Themen das Oberteil oder den Ort.
  5. Schneiden, untertiteln und planen Sie die Beiträge der folgenden Wochen.

Selbst machen oder erstellen lassen: vier Wege im Vergleich

Es hängt von Ihrem Budget ab, von Ihrer Zeit und davon, ob Sie selbst vor der Kamera stehen möchten. Die Preise unten sind Spannen, die Schweizer Anbieter veröffentlichen.

OptionRichtpreisStärkenGrenzen
Social-Media-AgenturCHF 500 bis 900 pro Monat ohne Video; CHF 900 bis 2’000 pro Monat mit Reels und 12 bis 20 Beiträgen (PT-PRO)Strategie, Texte und Veröffentlichung ausgelagertLaufende Kosten; die Agentur muss Ihr Fach erst kennenlernen; oft stehen Sie trotzdem vor der Kamera und geben alles frei
Videoproduktion (freischaffend oder Firma)CHF 600 bis 2’000 für einen halben Drehtag und einen Schnitttag (Tulip Films); CHF 800 bis 3’000 für einen kurzen Produktclip (Uftritt); CHF 6’000 bis 10’000 und mehr für ein Social-Paket mit zwei Drehtagen, einem Film und sechs Varianten (Snapshot Media)Professionelles Bild, Licht und TonEin wöchentlicher Rhythmus sprengt schnell das Budget; jeder Dreh muss geplant werden
Intern, von HandIhre Zeit; nur den Schnitt auslagern: CHF 120 bis 180 pro Stunde (Gryps)Authentisch, schnell, ohne FixkostenSchnitt, Untertitel und Veröffentlichung brauchen Zeit; der Rhythmus bricht ein, sobald das Tagesgeschäft drängt
Tool wie MarqoCHF 149 pro Monat für 15 Videos, CHF 299 für 30, CHF 499 für 50Skript von der KI, Teleprompter, automatischer Schnitt und Untertitel, geplante VeröffentlichungSie filmen selbst; eine echte Person vor der Kamera, kein Avatar; keine bezahlte Werbung und kein X

Sie können auch kombinieren: einmal einen Imagefilm von einer Agentur, danach jede Woche kurze Videos intern. Details in den Ratgebern Firmenvideo Kosten und Videoagentur oder Software.

Mit dem KI-Videostudio von Marqo schreibt die KI das Skript, Sie filmen mit der App Prompteur Marqo, die Sie per Smartphone mit Camera Marqo steuern, und Marqo schneidet, ergänzt animierte Untertitel, Musik und Einblendungen und plant das Video auf Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok und YouTube. Mit Pro und Business lässt es sich auf Französisch oder Italienisch synchronisieren.

Echtes Beispiel: Motoro, ein Schweizer Online-Marktplatz für Occasionsfahrzeuge und ein mit Marqo verbundenes Unternehmen, hat vom 25. April bis 21. September 2026 mit Marqo 97 Videos veröffentlicht, 96 davon auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Zum Kundenbeispiel

Startplan für die ersten 4 Wochen

WocheAufgaben
1 – Vorbereiten2 Netzwerke wählen, dort, wo Ihre Kundschaft ist. 20 Kundenfragen sammeln. 8 Skripte von 30 bis 60 Sekunden schreiben.
2 – DrehenDie 8 Videos an einem Termin filmen. Die ersten zwei an festen Tagen veröffentlichen (zum Beispiel Dienstag und Donnerstag).
3 – Veröffentlichen und zuhörenZwei Videos veröffentlichen. Jeden Kommentar beantworten. Neue Fragen notieren: Das sind Ihre nächsten Themen.
4 – AuswertenDie letzten zwei veröffentlichen. Aufrufe, Wiedergabedauer und erhaltene Nachrichten vergleichen. Die zwei stärksten Formate behalten und die Skripte für den nächsten Monat schreiben.

Nach einem Monat haben Sie 8 Videos online, eine Methode und eine Themenliste. Beurteilen Sie die Ergebnisse über zwei bis drei Monate, nicht an einem einzelnen Video.

Fünf häufige Fehler

  • Mit Logo oder langem Intro beginnen. Steigen Sie direkt ins Thema ein.
  • Ein Querformat-Video hochkant zuschneiden. Filmen Sie direkt in 9:16.
  • Untertitel vergessen oder voller Fehler stehen lassen.
  • Bekannte Musik ohne Lizenz verwenden. Ein Firmenkonto braucht lizenzfreie oder lizenzierte Musik.
  • Kundschaft oder Mitarbeitende ohne Einverständnis filmen. Holen Sie vor der Veröffentlichung eine schriftliche Zustimmung ein (Recht am eigenen Bild, DSG).

Häufige Fragen

Wie viele Videos sollte ein KMU pro Woche posten?

Zwei bis drei Videos pro Woche sind für die meisten KMU ein machbarer Rhythmus. Ist das zu viel, beginnen Sie mit einem Video pro Woche: Regelmässigkeit zählt mehr als Menge. Wer mehrere Videos an einem Termin dreht, hält diesen Rhythmus, ohne jede Woche Zeit dafür zu blockieren.

Wie lang sollte ein Social-Media-Video sein?

Für Reels, TikTok und Shorts: 30 bis 90 Sekunden, mit einer einzigen Idee pro Video. YouTube zählt Hochformat-Videos bis 3 Minuten als Shorts, und Instagram empfiehlt Reels über 3 Minuten nicht mehr neuen Zielgruppen. Längere Tutorials gehören auf YouTube, im Querformat 16:9.

Braucht es für den Dreh professionelles Equipment?

Nein. Ein aktuelles Smartphone, ein Stativ, ein Funkmikrofon und gutes Tageslicht reichen für kurze Videos. Achten Sie zuerst auf den Ton: Eine klare Stimme ist wichtiger als eine teure Kamera. Ein Teleprompter erspart Ihnen das Auswendiglernen.

Was kostet es, Reels oder Social-Media-Videos in der Schweiz erstellen zu lassen?

Bei einer Videoproduktion rechnen Sie mit CHF 600 bis 2’000 für einen halben Drehtag und einen Schnitttag oder mit CHF 800 bis 3’000 für einen kurzen Produktclip. Eine Agentur, die Ihre Kanäle inklusive Reels betreut, verlangt CHF 900 bis 2’000 pro Monat. Mit einem Tool wie Marqo, bei dem Sie selbst filmen, sinken die Kosten auf rund CHF 10 pro Video, wenn Sie das Kontingent ausschöpfen. Mehr dazu im Ratgeber Firmenvideo Kosten.

Kann man dasselbe Video auf allen Netzwerken posten?

Ja. Ein Hochformat-Video in 9:16 passt für Reels, TikTok, Shorts und Facebook, und LinkedIn nimmt es ebenfalls an. Passen Sie vor allem den Beitragstext und den Ton an jedes Netzwerk an. Für YouTube lohnt sich bei Tutorials eine lange Version in 16:9.

Lohnt es sich, auf Deutsch und Französisch zu posten?

Wenn Ihre Kundschaft auf beiden Seiten des Röstigrabens lebt, ja: Ein Video in der eigenen Sprache versteht man besser. Sie können zweimal drehen, die Untertitel übersetzen oder das Video synchronisieren lassen. Mit den Abos Pro und Business synchronisiert Marqo dasselbe Video auf Französisch, Italienisch oder in weitere Sprachen, für CHF 209 oder CHF 349 pro zusätzliche Sprache und Monat.

Jede Woche Videos – ohne Filmteam

Marqo schreibt Ihre Skripte, schneidet Ihre Aufnahmen und veröffentlicht Ihre Videos auf Ihren Kanälen. Ab CHF 149 pro Monat, bis zu 32 Sprachen mit den Abos Pro und Business.

Quellen

  1. PT-PRO — Combien coûte la gestion des réseaux sociaux en Suisse ? (15.06.2026)
  2. Tulip Films — Tarifs production vidéo, Forfait Essentiel (abgerufen am 27.09.2026)
  3. Uftritt — Produktvideo erstellen lassen (abgerufen am 27.09.2026)
  4. Snapshot Media — Combien coûte une vidéo d'entreprise en Suisse ? (02.11.2025)
  5. Gryps — Preise für Videoproduktionen (abgerufen am 27.09.2026)
  6. Instagram — Instagram Reels (abgerufen am 27.09.2026)
  7. YouTube-Hilfe — Understand three-minute YouTube Shorts (abgerufen am 27.09.2026)
  8. TikTok Newsroom — More Tok on the Clock: Introducing longer videos on TikTok (01.07.2021)
  9. Meta — Making it Easier to Create Videos on Facebook (17.06.2025)
  10. LinkedIn-Hilfe — Video specifications for your LinkedIn Pages and Career Pages (abgerufen am 27.09.2026)

Weitere Ratgeber