Das Wichtigste
- Firmenvideo in der Schweiz: CHF 2’500–6’500, Imagefilm CHF 2’000–30’000 (Gryps).
- Kurzer Social-Media-Clip von einem Anbieter: CHF 800–3’000 (Uftritt).
- Jede weitere Sprache beim Anbieter: Voice-over CHF 200–600, Untertitel CHF 80–250 (Snapshot Media, 2025).
- Software Marqo: CHF 149 bis 499 pro Monat für 15 bis 50 Videos, rund CHF 10 pro Video bei ausgeschöpftem Kontingent; Sie filmen selbst.
Die vier Wege im Vergleich
Es gibt vier Wege zu Videos für Ihre Social-Media-Kanäle. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch darin, wie viel Zeit sie Sie kosten und welchen Veröffentlichungsrhythmus sie erlauben.
| Videoagentur | Freelancer | Intern, von Hand | Software (z. B. Marqo) | |
|---|---|---|---|---|
| Kosten | Firmenvideo: CHF 2’500–6’500; Kampagne mit 5 bis 10 Varianten: CHF 5’000–10’000+ | Pro Stunde oder pauschal: Dreh (pro Person) und Schnitt je CHF 120–180/h | Keine Produktionsrechnung: Die Kosten sind die Zeit des Teams | CHF 149–499/Monat für 15 bis 50 Videos, rund CHF 10 pro Video |
| Ihr Zeitaufwand | Briefing, Anwesenheit beim Dreh, Freigabe der Schnittversionen | Ebenso, dazu die Koordination je nach Offerte | Alles: Skript, Dreh, Schnitt, Untertitel, Übersetzung, Veröffentlichung | Skript prüfen, mit dem Teleprompter filmen, Schnitt kontrollieren |
| Qualität | Am ausgereiftesten: Team, Licht, Ton, Regie, Animation | Professionell, je nach Person unterschiedlich | Hängt von Können und verfügbarer Zeit ab | Gleichbleibend, gemacht für Videos direkt in die Kamera, nicht fürs Kino |
| Machbarer Rhythmus | Pro Projekt; jedes weitere Video kostet | Pro Drehtag, mehrere Clips, wenn eingeplant | Solange jemand Zeit hat | Jede Woche: 15 bis 50 Videos pro Monat je nach Abo |
| Sprachen | Jede Sprache kostet extra: Voice-over CHF 200–600, Untertitel CHF 80–250 | Ebenso, in der Offerte einplanen | Jede Version selbst übersetzen, neu aufnehmen oder untertiteln | KI-Synchronisation mit Ihrer Stimme, bis zu 32 Sprachen (Pro und Business: CHF 209 bzw. 349/Monat pro Sprache) |
| Kontrolle | Die Agentur führt, Sie geben frei; Rechte im Vertrag klären | Direkter Kontakt; Rechte klären | Vollständig | Vollständig bei Botschaft und Kalender; Look gemäss den Stilen des Tools |
Preisspannen: Gryps (Firmenvideo, Stundensätze) und Snapshot Media (Westschweiz); beide unterscheiden nicht zwischen Agenturen und Freelancern. Marqo ist nicht mehrwertsteuerpflichtig: Es wird keine MWST verrechnet. Alle Kosten im Detail: Was kostet ein Firmenvideo?
Wann eine Videoagentur oder ein Freelancer die bessere Wahl ist
Eine Agentur bringt, was keine Software ersetzt: einen Blick von aussen, ein Drehteam, Licht, Ton und echte Regie. Sie ist die richtige Wahl, wenn:
- Sie einen Imagefilm wollen, der jahrelang auf Ihrer Website, an Messen oder im Recruiting zum Einsatz kommt. Gryps nennt für Imagefilme CHF 2’000 bis 30’000, je nach Umfang.
- Sie eine bezahlte Werbekampagne starten: Der Film muss für Werbung konzipiert sein, und die Betreuung der Anzeigen ist ein eigenes Handwerk.
- Der Dreh aufwendig ist: mehrere Orte, Drohne, Darstellende, Event, Animation. Bei Snapshot Media kostet ein Event-Highlight CHF 1’800–3’200, ein einfaches Motion Design CHF 1’500–3’000.
- Niemand im Team vor die Kamera will: Eine Agentur kann mit Darstellenden, einem Voice-over über Bildern oder mit Animation arbeiten.
Snapshot Media sagt es offen: Bei Videos für externe Zielgruppen machen Ton, Licht und Farbkorrektur den Unterschied zwischen «gebastelt» und «professionell».
Wann Sie Firmenvideos besser selbst erstellen – mit einem Tool
Eine Software, die Schnitt, Untertitel, Synchronisation und Veröffentlichung automatisiert, lohnt sich, wenn Video zur Gewohnheit wird statt zum Projekt:
- Sie wollen jede Woche veröffentlichen. Am unteren Ende der Spanne von Uftritt für einen kurzen Clip (CHF 800) kosten vier Videos pro Monat bereits CHF 3’200. Marqo Starter kostet CHF 149 pro Monat für 15 Videos.
- Ihre Videos leben von Ihrem Fachwissen: Tipps, Fragen aus der Kundschaft, Blick hinter die Kulissen, Produkte. Entscheidend ist die Person, die spricht, nicht die Inszenierung.
- Sie kommunizieren mehrsprachig. Auf Deutsch, Französisch und Italienisch zu veröffentlichen kostet mit dem Pro-Abo 299 + 2 × 209 = CHF 717 pro Monat; jeder Inhalt wird automatisch an alle drei Sprachen angepasst. Mehr dazu: Videos in drei Landessprachen.
- Ihr Budget ist knapp, aber Sie haben jede Woche etwas Zeit.
- Sie wollen die Kontrolle behalten über Botschaft und Kalender und veröffentlichen, solange das Thema aktuell ist.
Die Grenzen sind real: Mit Marqo filmen Sie selbst (ein Tablet und ein Smartphone genügen), und vor der Kamera spricht ein echter Mensch, kein KI-Avatar. Das Tool ist für organische Inhalte gedacht, nicht für bezahlte Kampagnen, und veröffentlicht nicht auf X.
Ein Beispiel mit Zahlen. Motoro, ein Schweizer Marktplatz für Occasionsfahrzeuge und mit Marqo verbundenes Unternehmen, hat vom 25.04. bis 21.09.2026 97 Videos veröffentlicht, 96 davon auf Deutsch, Französisch und Italienisch – mit einem einzigen Dreh pro Video. Zum Kundenbeispiel
Der hybride Weg: Agentur für den Film, Tool für den Alltag
Beides schliesst sich nicht aus. Eine sinnvolle Aufteilung:
- Die Agentur: Imagefilm, Lancierungskampagne, Event des Jahres.
- Das Tool: die wöchentlichen Videos direkt in die Kamera, Antworten auf Kundenfragen, die Versionen in den anderen Sprachen.
Grössenordnung für ein Jahr: ein Firmenvideo von einer Agentur (CHF 2’500–6’500 laut Gryps) plus zwölf Monate Marqo Starter (12 × 149 = CHF 1’788), also rund CHF 4’300 bis 8’300 für ein Firmenvideo und bis zu 15 kurze Videos pro Monat.
Lassen Sie sich von der Agentur die Markenelemente (Logo, Farben, Schriften) geben, damit Ihre wöchentlichen Videos zum Film passen. Und wenn Ihr Team vor der Kamera neu ist, lohnt sich eine Beratung durch einen Videoprofi zu Licht und Ton.
Diese Fragen sollten Sie einer Videoagentur vor der Unterschrift stellen
Snapshot Media rät, den Inhalt der Lieferungen zu vergleichen und echte Beispiele zu verlangen statt nur einen Preis. Konkret:
- Was wird geliefert, und wann? Anzahl Videos, Längen, Formate (16:9, 1:1, 9:16), Termin.
- Wie viele Korrekturrunden sind inbegriffen, und was kostet eine weitere?
- Wer schreibt das Skript, und wer gibt es frei? Laut Snapshot Media spart man am meisten in der Vorbereitung, mit einem klaren Drehbuch.
- Welche Rechte erhalten Sie? Lizenzierte Musik (CHF 30–200 pro Titel), erlaubte Nutzungsdauer und Kanäle, Herausgabe der Rohaufnahmen.
- Was kostet jede Sprache? Voice-over, Untertitel (.srt-Dateien), übersetzte Texte im Bild.
- Welche Zusatzkosten kommen dazu? Location-Miete (bis CHF 800 und mehr), Make-up (CHF 150–400), Reisekosten.
- Lassen sich mehrere Videos am selben Drehtag produzieren? Das verteilt die Fixkosten.
- Ist die Veröffentlichung inbegriffen? Falls nicht: Wer stellt die Videos online, und in welchem Rhythmus?
Videoproduktion selber machen, ohne dass es zur Last wird
Selbermachen braucht kein Studio, sondern eine Routine. Das Risiko liegt nicht bei fehlenden Ideen, sondern bei der Zeit: Hängt der Schnitt an einer einzigen Person, reisst der Rhythmus im ersten hektischen Monat ab.
- Legen Sie einen machbaren Rhythmus fest: Ein Video pro Woche, immer am gleichen Tag, ist besser als fünf Videos und dann zwei Monate nichts.
- Wählen Sie ein wiederkehrendes Format: die Kundenfrage der Woche, ein Tipp, eine Baustelle. Derselbe Rahmen macht die Vorbereitung leichter.
- Schreiben Sie kurz: ein Einstieg, eine Idee, ein Aufruf zum Handeln, 30 bis 60 Sekunden. Ein Teleprompter erspart das Auswendiglernen.
- Filmen Sie mehrere Videos in einer Sitzung, statt jede Woche das Material neu aufzubauen.
- Achten Sie zuerst auf Ton und Licht: Ein Ansteckmikrofon und ein Gesicht, das zum Fenster schaut, verbessern das Ergebnis mehr als eine neue Kamera.
- Untertiteln Sie alles: Das Video muss auch ohne Ton verständlich sein.
- Automatisieren Sie den Rest: Pausen schneiden, Aufnahmen zusammensetzen, untertiteln, übersetzen, planen. Genau das macht ein Tool wie Marqo (das KI-Videostudio).
Die Marqo-Abos sind monatlich und ohne Mindestlaufzeit: Buchen Sie eine Demo, ein kostenloses 20-minütiges Videogespräch, oder sehen Sie sich die Preise an.
Häufige Fragen
Was kostet eine Videoagentur in der Schweiz?
Gryps nennt für ein Firmenvideo CHF 2’500–6’500 und für Imagefilme CHF 2’000–30’000; Konzept und Skript kosten rund CHF 200–250 pro Stunde. In der Westschweiz gibt Snapshot Media CHF 800–1’500 für ein Interview mit einer Person und CHF 5’000–10’000+ für eine Kampagne mit 5 bis 10 Varianten an. Voice-over (CHF 200–600) und Untertitel (CHF 80–250) kommen pro Sprache dazu.
Kann man ein Firmenvideo selbst mit dem Smartphone erstellen?
Ja, für kurze Social-Media-Videos: Ein Smartphone, ein Ansteckmikrofon und gutes Licht genügen. Für einen Imagefilm für externe Zielgruppen machen laut Snapshot Media Ton, Licht und Farbkorrektur den Unterschied. Schwierig ist nicht der Dreh, sondern Schnitt und Veröffentlichung jede Woche durchzuhalten.
Kann eine Agentur unsere Videos jede Woche produzieren?
Ja, aber jedes Video kostet. Am unteren Ende der Spanne von Uftritt (CHF 800 pro kurzen Clip) ergibt ein Video pro Woche CHF 41’600 pro Jahr. Mehrere Videos am selben Drehtag senken den Stückpreis: Verlangen Sie eine Offerte für eine Serie.
Kann eine Software eine Videoagentur ersetzen?
Nicht für alles. Imagefilm, Werbekampagne oder aufwendiger Dreh bleiben Agenturarbeit. Für regelmässige Videos direkt in die Kamera schreibt eine Software wie Marqo das Skript und übernimmt Schnitt, Untertitel, Synchronisation und Veröffentlichung – filmen und sprechen müssen aber Sie selbst.
Und wenn niemand vor die Kamera will?
Dann passt eine Agentur oder ein Freelancer besser: Darstellende, Voice-over über Bildern oder Motion Design (CHF 1’500–3’000 für ein einfaches Motion Design laut Snapshot Media). Marqo erstellt keine KI-Avatare. Es reicht aber eine freiwillige Person im Team, nicht unbedingt die Geschäftsleitung, und der Teleprompter erspart das Auswendiglernen.
Wie lange dauert es bis zum fertigen Video?
Mit einer Agentur von 5 Tagen für ein einfaches Interview bis 3–4 Wochen für einen Unternehmensfilm mit Location-Suche, laut Snapshot Media. Intern braucht der Dreh am meisten Zeit: Ort vorbereiten, Skript lesen, dann den Schnitt vor der Veröffentlichung prüfen. Mit einem Tool, das automatisch schneidet, verbringen Sie keine Stunden mehr im Schnittprogramm.
Jede Woche Videos – ohne Filmteam
Marqo schreibt Ihre Skripte, schneidet Ihre Aufnahmen und veröffentlicht Ihre Videos auf Ihren Kanälen. Ab CHF 149 pro Monat, bis zu 32 Sprachen mit den Abos Pro und Business.